Samstag, 29. September 2012

In den Straßen der Bronx Kritik zum Drama mit Robert De Niro

Handlung
Calogero (Lillo Brancato) wächst während der 60er in der Bronx auf. Einerseits hat er ein gutes Verhältnis zu seinem Vater, dem ehrlichen Busfahrer Lorenzo (Robert De Niro), andererseits entwickelt er eine enge Beziehung zum charismatischen Gangsterboss Sonny (Chazz Palminteri). Mehr und mehr muss Lorenzo mit ansehen, wie sein Junge unter den schlechten Einfluss Sonnys gerät. Sowohl Lorenzo als auch Sonny prägen Calogero auf seinem Weg vom Kind zum Jugendlichen. Die Durchsetzungsfähigkeit des Mafia-Paten beeindruckt Calogero nachhaltig, der zusammen mit seinen Freunden immer öfter in kriminelle Aktivitäten verwickelt wird. Das Gemisch aus menschlicher Nähe und Gewalt, das sein soziales Umfeld prägt wird zu einer Schule für Calogero. Er muss lernen, dass die Bronx sowohl gefahren als auch Chancen bereit hält. 

Kritik
Der Film erschien 1993 in den deutschen Kinos und ist jetzt im Handel auf Blu-ray und DVD zu haben. Bei diesem Film nimmt Robert De Niro nicht einfach wieder eine Rolle ein, sondern übernimmt gleichzeitig auch die Regie dazu. Die Story ist eine Mischung aus Mafiafilm, einer Vater/Sohn Beziehung und die in den derzeit vorherrschenden Konflikten der Bronx der 60er Jahre. Alles wirkt in sich stimmig und sehr gut umgesetzt. Auch die musikalische Untermalung, der „Oldi-Soundtrack“, passt perfekt in das Gesamtbild und unterstreicht einige beeindruckenden Szenen sehr gut.

Es gibt einige Längen im Film, die aber dadurch so in den Vordergrund rücken, weil manche Szenen einfach zu überladen sind, sodass alles andere danach irgendwie schleppend wirkt. Robert De Niro nimmt eher eine Nebenrolle ein, indem er den besorgten Vater spielt, der sich um seinen Sohn große Sorgen macht. Er überzeugt mal wieder in vollen Maße und auch die beiden Jungdarsteller spielen ihre Rollen sehr beeindruckend. Schade ist nur, dass man De Niro nur wenig auf der Leinwand sieht.

Die Kulissen sind gut in Szene gesetzt und untermalen die Story sehr gut. Der Rassenkonflikt nimmt dann zur Mitte des Filmes eine immer größere Rolle ein und wird durch die Schauspieler gut umgesetzt. In einem doch sehr brutalen Ende findet dann alles seinen Höhepunkt.

Fazit
Robert De Niros Regiedebüt In den Straßen von Bronx ist eine gelungene Mischung aus Gangsterfilm und Familiendrama. Der Film hat zwar zweitweise seine Längen, ist aber dennoch gut umgesetzt worden und mit fantastischen Schauspielern besetzt, die in ihren Rollen voll und ganz überzeugen.

Bewertung: 8/10 Punkten

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