Sonntag, 7. Oktober 2012

Jackie Brown Kritik zum Krimi von Quentin Tarantino

Handlung
Jackie Brown (Pam Grier) ist Stewardess, doch leider verdient sie zu wenig Geld. Deshalb arbeitet sie für den Waffenhändler Ordell Robbie (Samuel L. Jackson). Der hat sein Vermögen in Mexiko angelegt und lässt sich von Jackie Brown Bargeld in die USA schmuggeln. Als Jackie eines Tages kontrolliert wird, fliegt sie mit 50.000 Dollar und ein paar Gramm Kokain im Handgepäck auf. Der Bundesbeamte Ray Nicolet (Michael Keaton) schlägt Jackie einen Deal vor: Sie soll ihren Auftraggeber Ordell Robbie ans Messer liefern und bekommt dafür Straffreiheit zugesichert...

Kritik
Jackie Brown ist wieder einer DER Filme von Quentin Tarantino, die man gesehen haben sollte. Nicht nur die Auswahl der Songs, die in diesem Film brillant zum Einsatz kommen und perfekt ausgewählt wurden, nein….auch die überaus durchdachten Dialoge, die mit Witz und Ironie überzeugen, wenn auch nicht so, wie in anderen Tarantino Filmen. Vorlage war das Buch von Elmore Leonard, was Tarantino dazu brachte, den Film auf die Kinoleinwand zu bringen und das mit großem Erfolg.

Durch die Auswahl der Schauspieler, wie z.B. Robert De Niro oder Samuel L. Jackson, bietet der Film eine gute Mischung zwischen Spannung und Ironie. Vielleicht gelingt Tarantino zu wenig eine passgenaue Sicht auf die Protagonisten zu zeigen, da er manchmal zu viel Augenmerk auf die Hauptdarstellerin gelegt hat.

Man muss aber auch sagen, dass der Film eher zu den unbekannten und ruhigen Filmen von Tarantino gehört. Die Story ist im Großen und Ganzen einfach gehalten und dreht sich im Großteil des Films um das liebe Geld. Er versuchte einfach mit diesem Film eine andere Richtung einzuschlagen ohne dabei wirklich seinen Stil zu verlieren und das gelingt ihm auch ganz gut. Im Vergleich zu seinen anderen Werken ist Jackie Brown eher einfühlsam und bietet nicht so viel Humor, wie man es aus seinen anderen Filmen gewohnt ist.

Was man an den Film vielleicht auch kritisieren sollte ist eindeutig die Länge, denn im Allgemeinen hätte man die Story auch in 120Min. erzählen können und das wäre völlig ausgereichend gewesen. So hat er doch in der einen oder anderen Szene seine Längen.

Fazit
Ein gelungener Film, der in seiner Machart so ganz anders ist, als man es von Tarantino gewohnt ist. Selbst nach 30 Jahren kann er das Publikum immer noch begeistern und komplexe Darsteller sowie tolle Dialoge bieten.

Bewertung: 8/10 Punkten

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