Dienstag, 29. Oktober 2013

Sein letztes Rennen Kritik

Handlung
Paul Averhoff () hat 1956 als Marathonläufer olympisches Gold geholt. Er war eine Legende. Doch jetzt, im Alter, müssen Paul und seine Frau Margot () nach vielen glücklichen Jahren von Zuhause ausziehen und ins Altenheim. Ihre Tochter Birgit () fliegt als Stewardess um die Welt und kann sich nicht mehr kümmern. So findet sich Paul auf einmal zwischen Singekreis und Bastelstunde wieder - und fühlt sich wie scheintot. Das soll es nun gewesen sein? Nicht mit Paul! Er holt seine alten Laufschuhe hervor und beginnt im Park seine Runden zu drehen. Anfangs schleppend und jämmerlich, dann immer schneller - fest entschlossen, einmal noch einen Marathon zu laufen. Margot ist alles andere als begeistert, lässt sich aber überreden, ihn wie früher zu trainieren. Doch seine Mitbewohner erklären ihn für verrückt - und der Heimleitung ist Paul ein Dorn im Auge, weil er mit seiner Eigenwilligkeit die zeitlich genau abgestimmten Abläufe durcheinander wirbelt. Dann aber taucht ein altes Foto von Pauls Olympiasieg auf - und seine Mitbewohner erinnern sich an den Helden von einst. Als er auch noch ein Rennen gegen den jungen Pfleger Tobias () gewinnt, schlägt ihre Zurückhaltung in Begeisterung um, sie feiern mit ihm und feuern ihn an. Und entdecken mit ihm das Gefühl, dass auch für sie das Leben noch nicht ganz vorbei ist. Paul zieht sein Training durch - Runde für Runde, Tag für Tag, „immer weiter“, wie er sich geschworen hat. Denn er will seinen Traum verwirklichen, für sich selbst, für Margot, für seine Tochter Birgit, und für all die anderen, denen er es beweisen möchte…

Kritik
Die Handlung und insbesondere der Trailer ließen schnell das Gefühl aufkommen, dass es sich bei Sein letztes Rennen zum größten Teil um eine Komödie handelt, die vielleicht einige traurige Momente aufzeigt. Im Endeffekt hat mich der Film im vollen Maße überrascht und war sowohl ein humorvoller aber vor allem sehr sentimentaler Film. Eigentlich sitzt man die einem Hälfte des Films nur mit einem Kloß im Hals da.

Das alleine schafft die wirklich gut gelungene Zusammenstellung des Darsteller-Ensembles. Darunter natürlich überaus hervorzuheben , von dem ich sehr überrascht war und der in seinem schauspielerischen Darbietungen sehr überzeugt hat. Besonders die Beziehungsebene zwischen ihm und seiner Frau wird mit sehr viel Herz erzählt. Ebenso viele weitere Darsteller, die die Emotionalität, aber auch die Intensität des Films sehr überzeugend herüber bringen. Die Aufnahmen beziehen sich im generellen auf das Altersheim, welches die großen Ängste, Alt werden und Altersheim mit viel Humor aber auch Sensibilität verbildlicht. Kamera und Musik fungieren hier in einer wunderbaren Symbiose und machen den Film dadurch zu einer sehr gelungenen Dramödie.

Es gab einiges zu Lachen und viele Momente zum schmunzelm, aber auch authentische Gags, welche durch die gut geschriebenen Dialoge wunderbar beim Publikum zündeten. Aber auch die emotionalen Momente, welche den Film im Ganzen überwiegen sind sehr passend und intensiv in Szene gesetzt.

Fazit
Ein sehr gelungenes Drama mit einigen sehr komödiantischen Dialogen, welches besonders durch Dieter Hallervorden an Einzigartigkeit gewinnt. Wer eine wohlfühl Komödie erwartet, sollte sich den Kinobesuch noch einmal überlegen. Für alle anderen: Viel Spaß beim Film und nehmt vielleicht ein paar Taschentücher mit!

Bewertung: 8/10 Punkten

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