Mittwoch, 20. November 2013

Die Tribute von Panem - Catching Fire Kritik

Handlung
Katniss und Peeta haben die Hungerspiele überlebt. Doch viel mehr: Sie haben dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung in den Distrikten zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und lässt alle bisherigen Gewinner bei den anstehenden Hungerspielen noch einmal gegeneinander antreten. Auch Katniss und Peeta werden in die Arena geschickt und müssen sich erneut dem Kampf ums Überleben stellen. Und langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind…

Kritik
Die Erwartungen an waren hoch, denn nach Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele wurde sie gefeiert wie ein Superstar und nachdem sie den Oscar als beste Hauptdarsteller in Silver Linings - Wenn Du mir, dann ich Dir erhielt, war für die 22 jährige kein Rolle mehr zu groß. Bereits 2010 war sie für ihre Darbietung in Winter's Bone als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert. Einige große Projekte stehen für Lawrence bereit, denn so arbeitet sie zurzeit an Serena sowie auch an American Bullshit und hat damit einiges zu tun.

In Die Tribute von Panem - Catching Fire übertrifft sich Lawrence in ihren schauspielerischen Darbietungen mal wieder selbst, denn im Gegensatz zum ersten Teil hat dieser hier wesentlich mehr zu bieten. Durch den inneren Konflikt den Katniss mit sich ausmachen muss, kehrt sie nicht mehr als die gleiche Person nach Hause zurück. Denn durch die Hungerspiele, die sie gemeinsam mit Peeta gewonnen hat, kommen auch einige Schuldgefühle in ihr auf und sie kann nur schwer das erlebte verarbeiten. Diese intensiven Szenen werden vor allem durch die Nahaufnahmen, die sich immer auf die Mimiken und Gesten von Jennifer Lawrence beziehen, so brillant hervorgebracht, dass man ihr jede Regung abnimmt und ihren inneren Konflikt selbst nachvollziehen kann. Generell stellen die Protagonisten, ob Haupt- oder Nebendarsteller, einiges an Können unter Beweis und zeigen damit, dass sie in ihrer Rolle gewachsen sind. Einzig und allein kann nur wenig überzeugen und das vielleicht gerade deswegen, weil er kaum zu sehen und wenn nur als nettes Beiwerk dient. Sein Können besteht eigentlich nur darin da zu sein und als Werbung für den Film hinzuhalten.

Die Story erinnert vor allem bei den Hungerspielen an die Serie Lost, denn so einige Gemeinsamkeiten lassen sich doch deutlich erkennen. Das ganze findet in einer Art Dschungel statt. Dessen Zentrum ein See darstellt, der für einige unerklärte Dinge sorgt, welchen die Protagonisten versuchen auf den Grund zu gehen. Im zweiten Teil kommt die Handlung wesentlich spannender herüber und lässt den Zuschauer mehr in das Geschehene eintauchen. Emotionen und Charakterentwicklungen werden differenzierter dargestellt. Der politische Hintergrund wird intensiver aufgezeigt und es wird deutlich, wie verzweifelt die Menschen sind und wie groß die Spanne zwischen Arm und Reich ist. Diese Thematik steht in dem Teil deutlich im Vordergrund. Das man insgesamt 147 Min. im Kino sitzt fällt einem nur wenig auf und besonders das Ende haut nochmal alles raus. In der ersten Hälfte des Films hätte man die eine oder andere Szene getrost weglassen können, aber ansonsten ist der Film wunderbar zusammengesetzt und lässt kaum langeweile aufkommen.

Im Gegensatz zum ersten Teil wird hier bei dem einen oder anderen Zweikampf im Bezug der Hungerspiele gerne weniger gezeigt, was aber den Film nichts an Authentizität nimmt. Denn besonders durch die bedrückende Stimmung kommt hier einiges an Spannung und Emotionalität auf. Die Kamerafahrten sind hierbei besser gelungen und man versucht nicht mehr steif das „reale“ herüber bringen zu wollen. Und wenn man bedenkt, dass uns noch weitere zwei Teile bevorstehen kann man sich nur wünschen, dass diese genauso gut oder gar noch besser werden als Teil 2 der Reihe.

Fazit
Übertrifft seinem Vorgänger in einigen Punkten und kann wesentlich mehr an Spannung und Emotionalität aufweisen. Eine wunderbare Jennifer Lawrence, die sich noch einmal selbst übertrifft. Ein MUSS für alle Fans und für die, die es noch werden möchten.

Bewertung: 9/10 Punkten

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