Sonntag, 17. November 2013

Rush - Alles für den Sieg Kritik

Handlung
Zwei Leben auf der Überholspur: Anfang der 70er Jahre kämpfen die höchst unterschiedlichen Rivalen Niki Lauda () und James Hunt () um den Aufstieg in den Rennfahrer-Olymp. Während der disziplinierte Lauda ehrgeizig an seiner Karriere feilt, stürzt sich Naturtalent Hunt ins glamouröse Jetset-Leben. Ihre Rivalitäten tragen sie nicht nur in spektakulären Rennen aus, sondern auch in heftigen Wortgefechten jenseits der Rennbahn. Immer wieder heißt es: Hunt gegen Lauda – der Rockstar und Playboy der Formel 1, verheiratet mit dem erfolgreichsten Model seiner Generation, Suzy Miller (), gegen den messerscharfen Strategen und Perfektionisten. Bis zum legendären Rennen 1976 am Nürburgring, der gefährlichsten aller Rennstrecken, steht Lauda auf dem ersten Tabellenplatz. Doch auf regennasser Fahrbahn baut er einen dramatischen Crash, seine Frau Marlene () bangt um sein Leben. Mit schier übermenschlichem Willen kämpft er sich zurück und tritt nur wenige Wochen später zu einem erneuten Showdown mit Hunt in Japan an. Wieder regnet es stark, das Rennen soll abgebrochen werden, doch beide Rivalen liefern sich ein atemberaubendes Duell…

Kritik
Gleich vorneweg - wir sind keine großen Formel 1 Fans und auch generell interessiert uns diese Thematik recht wenig, aber trotzdem hat uns Rush - Alles für den Sieg im vollen Maße überzeugt. Alleine der Konflikt und das Drama zwischen den Kontrahenten werden so eindringlich herüber gebracht und erzählt, dass die eigentlichen Rennszenen schon fast in den Hintergrund geraten.

Man kann sagen, dass Daniel Brühl hier die beste Rolle seiner Karriere abliefert und das mit hoher warscheinlichkeit auch eine lange Zeit so bleiben wird, denn diese schauspielerischen Darbietungen sind fast nicht mehr zu übertrumpfen. Brühl verkörpert Lauda in fast perfekter Pose, inklusive dem Dialekt und der außergewöhnlichen Haltung. Beide Darsteller bringen ihre Rollen sehr überzeugend herüber, sodass man wirklich das Gefühl hat hier zwei „reale“ Personen kennenzulernen. Hierbei wird nicht nur das positive und schöne aufgezeigt, sondern auch das egoistische und naive Verhalten der beiden Protagonisten. Trotzdem lernt man beide Positionen deutlich kennen und kann beide gut nachvollziehen.

Die Handlung wird so erzählt, dass der Film keine eindeutige Position zu einer der beiden Seiten nimmt, sondern dem Zuschauer so viel Raum gibt, die Protagonisten kennenzulernen und sich seine eigene Meinung bilden zu können. Zudem findet Rush auch die richtige Mischung zwischen den Rennszenen und dem eigentlichen Drama sowie dem Konkurrenz-Kampf zwischen den beiden. In den ersten 20 Minuten fängt der Film eher ruhig an und gibt uns einen Eindruck von Lauda und Hunt als eigenständige Personen und dem Weg zur Formel 1. Im Laufe des Films dreht sich dieses Blatt und Rush nimmt mehr fahrt auf.

Visuell wurde hierbei viel Wert auf Detailreichtum gelegt, in dem man nicht nur die Wagen hin und her fahren sah, sondern gesehen hat, wie die Reifen qualmen und die Wagen durch die Kurven fuhren. Es wurde mit CGI Effekten gearbeitet, aber in einem solchen Rahmen, dass es dem Film nicht an Authentizität und nach Vollziehbarkeit gefehlt hat. Alles zusammen in einem sehr überzeugenden Bild und Ton.

Fazit
Ein überaus gelungenes Sportdrama, das nicht nur was für eingefleischte Formel 1 Fans ist. Ein Film mit eindrucksvoller Qualität und einem überragendem Daniel Brühl!

Bewertung: 9/10 Punkten

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