Mittwoch, 20. November 2013

World War Z Kritik

Handlung
Zehn Jahre sind vergangen, seitdem ein Virus unbekannter Herkunft sein erstes Opfer infizierte, eine Pandemie ohnegleichen über die Menschheit hereinbrach und einen Großteil selbiger unmittelbar oder mittelbar über folgende Kriege um verbleibende Ressourcen auslöschte. Die Welt, oder was von ihr übrig geblieben ist, lebt in einem Zustand der Verzweiflung, des Misstrauens, der Furcht und Ungewissheit. Ihnen einzig entgegengesetzt ist ein zäher Überlebenswille.

Die Vereinten Nationen versuchen das bisschen Ordnung, das in all dem Chaos noch möglich ist, festzuhalten. Einer ihrer Vertreter ist Gerry Lane (), der ständig unterwegs ist, um Interviews mit Überlebenden zu führen und so den Stand der Dinge in einer kriegsversehrten, postapokalyptischen Welt zu erschließen. Sein Journal gibt Zeugnis von den Folgen des World War Z.

Kritik
Bis es endlich dazu kam, dass World War Z es in die Kinos geschafft hatte, verging eine sehr lange Zeit. Denn nach immer wieder aufkehrenden Diskussionen in Bezug auf das Drehbuch, wo und wie man das ganze nun logisch auf die Leinwand bekommt, war zum Schluss nur noch die Frage, wie man finanziell nicht das Budget sprengt. Bereits zu diesem Zeitpunkt kostete der Film den Machern schon ganze 250 Mio. $ und um das nicht noch mehr in die höhe zu treiben, entschied man sich einfach World War Z in einer solchen Fassung zu bringen, dass er schon fast als Familienfilm durchgeht.

Aus dieser Tatsache heraus kann man sich also vorstellen, dass man hier nur wenig Blut- und Splatter- Elemente findet, was für eine Art „Zombiefilm“ schon ziemlich schmerzhaft ist. Wer also mit dieser Einstellung an den Film rangeht, wird enttäuscht werden. Trotzdem ist der Streifen nichts für Kinder, denn es gibt so einige Action- und Thrillerszenen, denn besonders darauf hatte seinen Fokus gelegt. Aus diesem Grund kann man dann auch die Freigabe ab 16 Jahren in Deutschland nachvollziehen.

Viele Filme beginnen in einem eher langsamen Erzähltempo, in dem der Zuschauer auf die verschiedenen Protagonisten vorbereitet wird und ihm Gepflogenheiten näher gebracht werden. Bei World War Z bleibt für diese Thematik wenig bzw. kein Platz, denn schon nach ungefähr 5 Min. ist man voll im Geschehen drin und kann sich mit der Zombie-Apokalypse intensiv auseinandersetzen. Gerade in den Anfangssequenzen und in den Zombie-Kämpfen kommen die 3D-Elemente wunderbar zum Einsatz, ansonsten hätte man sich wie fast immer das Ganze sparen können.

Leider ist die Story nicht von vorne bis hinten nachvollziehbar. Bestimmte Handlungsstränge und Entscheidungen seitens von Brad Pitt sind häufig unlogisch und auf Zufälle bedacht. Der Zuschauer kann also nicht wirklich in das Geschehen mit eintauchen, weil ihm an mancher Stelle die Sinnhaftigkeit fehlt. Einzig und allein die emotionalen Szenen wirken auf den Zuschauer und die ausweglose Situation. Brad Pitt liefert hierbei eine gute Rolle ab, nur die Nebendarsteller bekommen wenig Raum sich zu beweisen, denn sie stehen nur nebensächlich zur Debatte, wenn es darum geht den Grund für die Epidemie zu finden.

Die Kamerafahrten sind besonders in den ersten 45 Min. gelungen, wo Forster den Zuschauer durch Nahaufnahmen in das Geschehen mit eintauchen lässt. Generell sind die Zusammenschnitte sehr gut gelungen und in der Extended Version auf Blu-ray und DVD, wird eine intensivere Sicht auf das brutale genommen und man bekommt noch einige Einstellungen von Zombies und Brutalität mehr geboten, auch wenn er noch immer nicht an einige, viele seines Genres reicht.

Fazit
Wer einen brutalen Zombie-Horrorfilm sucht, sollte bei World War Z eher einen Bogen machen - vielmehr handelt es sich hierbei um einen Action-Thriller, der mit wenig Blut arbeitet dafür aber für einiges an Action sorgt.

Bewertung: 7/10 Punkten

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