Samstag, 2. August 2014

Guardians of the Galaxy Kritik

Handlung
Der Pilot und intergalaktische Vagabund Peter Quill (), als „Star-Lord“ bekannt und immer auf der Suche nach kostbaren Relikten, gerät durch einen dummen Zufall zwischen die Fronten eines (welt-)allumfassenden Konfliktes. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er ohne es zu ahnen eine mysteriöse Super-Waffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan (). Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage, den gesamten Kosmos zu unterwerfen. Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon (Stimme: ), dem intelligenten Baummenschen Groot (Stimme: ), der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora () und dem raffinierten Drax the Destroyer (Dave Bautista). Unter dem Namen Guardians of the Galaxy zieht diese ziemlich spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen!

Kritik
Laut Aussage der Guardians of the Galaxy Macher, sind sie bei diesem Sci-Fi-Abenteuer ein so großes Risiko eingegangen, wie zuletzt beim ersten Iron Man Teil. Was daran liegt, dass die Guardians Comics nicht allzu bekannt sind und deshalb nicht klar war ob sich eine so große Fanbase findet, um das hohe Budget samt Promotion, durch Ticketverkäufe auch wieder profitabel einspielen zu können. Nach dem US-Start und ersten Besucherzahlen, sowie hervorragenden Wertungen, ist bereits jetzt abzusehen, dass sich jenes "Risiko" gelohnt hat. Auch wenn sich schwer sagen lässt wieviel Geld für Promotion ausgegeben wurde, denn es war wirklich fast unmöglich in den letzten Wochen und Monaten nichts von der abgefahrenen Heldentruppe mitzubekommen, ist davon auszugehen das es nicht gerade wenig war. Haufenweise Poster, Fanbilder, Clips und Trailer machen Lust auf den Film, auch wenn wir uns im Vorfeld trotz allem nicht richtig vorstellen konnten was uns im Kinosaal erwartet. Eins sei vorweg schonmal erwähnt, in Sachen Location und Figurenvielfalt legen die verantwortlichen aus dem Hause Marvel bei diesem Streifen nochmal eine gehörige Portion drauf. Wer glaubt es ging in Iron Man, Captain America, Thor, Hulk und bei Marvel's The Avengers schon bunt und abwechslungsreich daher, der wird hier ein wahres Wunder erleben.

Schon zu Beginn des Films gelingt es Peter Quill () mit einer recht einfachen, aber dennoch fantastisch genutzten Idee den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Mit einer Leichtigkeit und voll Frohmut wird hier die Musik nicht nur als Untermalung der Szene genutzt, ganz im Gegenteil, die Szene wird Teil der Musik und die Songs sind einfach nur Klasse gewählt. Dies funktioniert auch im späteren Verlauf immer wieder hervorragend und der wirklich tolle Soundtrack wird glücklicherweise nicht immer nur kurz angespielt, sondern wagt sich mit einigen Tracks auch längere Actionpassagen gekonnt zu begleiten. Mit seiner leicht tollpatschigen Art und einem jugendlichen Charme ist Newcomer Chris Pratt genau der richtige für die Hauptrolle des Films. Neben ihm stechen gerade zwei Computer generierte Figuren besonders hervor. Waschbär Rocket und Groot der Baum sind nicht nur beeindruckend realistisch ins Gesamtgeschehen eingefügt worden, sondern punkten beide auf ganz andere Arten. Zwei Freunde wie sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Rocket kann sich wohl die meisten Gags auf seine Kappe schreiben und überzeugt weiterhin durch seine durchgedrehte Art. Wohingegen Groot mit nur einem Satz nämlich "I am Groot" das Herz der Publikums erwärmt. Kaum zu glauben, dachten wir auch, aber wie Regisseur schon im Vorfeld anmerkte, er hätte nie geglaubt, dass es möglich sei, ein und denselben Satz auf so unterschiedliche emotionale Art und Weise auszusprechen. Im Original gelingt das einfach Ausgezeichnet. Er verleiht der Figur damit einen beeindruckenden Gefühlsreigen, denn neben vielen witzigen Szenen wird es ab und an sogar mal etwas emotional und bewegend.

Auf der dunkeln Seite können leider nicht alle Charaktere vollends überzeugen. Zwar sehen alle stylisch aus (Hut ab vor den Kostümdesignern und Maskenbildnern), jedoch kommt das düstere und atmosphärisch beklemmende durch die vielen Gags fast schon etwas zu kurz.

Auftragskillerin Gamora eine ähnlich gute Figur wie bereits als blauhäutige Amazone Neytiri in Avatar (2009). Ist sie anfangs noch knallhart und lässt niemand an sich ran, entwickelt sie im Laufe des Films auch eine weiche Seite. Beides gelingt ihr hier in gewohnt guter Manier, auch wenn sie nicht ihre vollen schauspielerischen Fähigkeiten ausspielen kann. Ähnlich geht es Drax the Destroyer verkörpert von WWE Star (Dave Bautista) nicht unerwähnt bleiben. Dieser macht hier seine Sache verdammt gut. Sinnt er zu Beginn einfach nur nach Rache, wird bei ihm eine Veränderung wie bei Gamora sichtbar und so zeigt selbst der Knallharte Muskelprotz Gefühle.

Fazit
Ein sensationelles Ensemble, welches kaum Wünsche offen lässt, gepaart mit super Effekten und zwei fantastisch animierten und Urkomischen CGI Wesen, bietet ein Sci-Fi-Abenteuer der ganz besonderen Art.

Bewertung: 9/10 Punkten

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