Samstag, 15. November 2014

Serena Kritik

Handlung
1929 lassen sich George (), Spross einer alten Holzfällerdynastie und seine Frau Serena () in den endlosen Wäldern von North Carolina nieder. Hier wollen die frisch Verheirateten reich werden und ihr eigenes Imperium aufbauen. Bald schon zeigt sich die junge Serena ihrem Mann ebenbürtig: Sie übernimmt das Kommando über die Holzfäller und verdient sich in der rauen Wildnis bald deren Respekt. Beflügelt von ihrer Leidenschaft und der Macht, die sie bald haben, gehen Serena und George ihren Weg ohne Rücksicht auf Verluste. Doch als Serena erfährt, dass George ein Kind mit einer anderen Frau hat, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Von Eifersucht getrieben schmiedet sie einen mörderischen Plan…

Kritik
Serena ist bereits die dritte Zusammenarbeit von Hollywood-Liebling und Schönling . Bereits 2012 standen sie das erste mal, beim Dreh der dramatischen RomCom Silver Linings - Wenn Du mir, dann ich Dir, gemeinsam vor der Kamera. Ein voller Erfolg, vorallem für JLaw, denn der Film brachte ihr den ersten Oscar (Beste Hauptdarstellerin) in ihrer erfolgreichen Karriere ein. Im folgenden Jahr folgte dann der Starbesetzte Krimi American Hustle. Zumindest was die Oscarnominierungen anbelangt, konnte der Erfolg von Silver Linings übertroffen werden (American Hustle: 10 Nominierungen - keinen abgeräumt) (Silver Linings: 8 Nominierungen - ein Goldjunge für JLaw). Welcher dieser beiden Filme nun besser war, kommt auf den Geschmack des Zuschauers an, meine Wertung bei beiden war mit 8/10 Punkten gleich. Worauf ich hinaus möchte, geht es so weiter, wird das Erfolgsduo wohl noch in vielen weiteren Filmen zusammen zu sehen sein.

Leider muss ich die schönen Vorworte jetzt allerdings zum Teil zunichtemachen. Denn für Serena, dürfte es wohl kaum eine Oscarnominierung geben. Zumindest in keiner wichtigen Kategorie. Bei den Hauptdarstellern ist die Konkurrenz dieses Jahr einfach zu stark, als dass einer der beiden sich dort Hoffnung machen dürfte. Sowohl JLaw als auch Bradley Cooper spielen zwar wieder durchaus überzeugend, allerdings wird die Story im Verlauf so absurd, das der gesamte Film dadurch völlig zerstört wird. Da können die Darbietungen auch noch so gut sein, über dieses vermasselte Script helfen selbst die beiden Stars nicht hinweg. Auch wenn sie der Grund sein dürften, warum es der Film überhaupt in die Kinos schafft. Eher ein Arthaus Streifen den der Verleih sonst womöglich als Direct to DVD Veröffentlichung auf den Markt gebracht hätte. Der Zeitpunkt des deutschen Kinostarts (18. Dezember 2014) könnte natürlich nicht besser gewählt sein. Als wäre JLaw nicht ohnehin schon der vielleicht derzeit größte weibliche Publikumsmagnet, kommt am 20. November 2014, mit Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1, auch noch einer der meist erwarteten Filme des Jahres in die Kinos. Ebenfalls mit JLaw in der Hauptrolle, was dem ganzen noch einen weiteren Schub, auch für Serenas Besucherzahlen verpassen dürfte. Natürlich passt auch Bradley Coopers Rolle als Chris Kyle in dem biographischen Kriegs-Actioner Der Scharfschütze wie geschmiert. Ein Clint Eastwood Film, der am 15. Januar 2015 in die deutschen Kinos kommt und von ersten Kritikern bereits in den Himmel gelobt wird. Das Umfeld hätte also kaum besser sein können, für einen Film der sonst wahrscheinlich in einer Nische verschwunden wäre.

Also gekonnt taktiert vom deutschen Verleih Studiocanal. In einigen europäischen Ländern ist der Film übrigens schon angelaufen, wohingegen man sich in den USA sogar gegen eine Kinoauswertung entschieden hat.

Die erste Hälfte des Films war gar nicht mal so schlecht, schicke Landschaftsaufnahmen und insgesamt gutes Feeling des 20er Jahre Stils. Auch wenn die Schnitte oft recht ungelenkt und abgehackt wirken, alles etwas öde und der Storyaufbau nicht sonderlich kreativ wirkt, tröstet zumindest gutes Schauspiel, auch von den Nebencharakteren, u.a.



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