Dienstag, 19. Mai 2015

8 Namen für die Liebe: Die schönsten Culture-Clash-Komödien

Spanien ist nicht gleich Spanien: Die Basken im Norden des Landes kämpfen seit langem für ihre Unabhängigkeit und haben mit den Südspaniern recht wenig am Hut. Deswegen kommt es in 8 Namen für die Liebe zu einigen Komplikationen, als sich der eitle Andalusier Rafael ausgerechnet in die aufsässige Baskin Amaia verliebt und ihr ins Baskenland hinterher reist, obwohl die Gute noch nichts von ihrem Glück ahnt. Regionale und kulturelle Unterschiede haben schon oft den Hintergrund für hinreißende Komödien geliefert. Hier ein paar der schönsten Beispiele.

WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS (2008)
 Regisseur Dany Boon gelingt es spielerisch, regionale Klischees und Vorurteile in eine warmherzige Komödie zu packen. Denn der raue Norden Frankreichs gilt bei den Südfranzosen als besonders verpönt - so auch bei Postfilialleiter Philippe Abrams (Kad Merad), der ausgerechnet in die Region Nord-Pas-de-Calais strafversetzt wird. Zum Unmut seiner Familie, die lieber an die sonnige Côte d'Azur gezogen wäre, muss sich Philippe nun alleine in den unbeliebten Norden aufmachen, wo er sich bald unter den vermeintlich einfältigen Einwohnern mit dem gewöhnungsbedürftigen „Ch’ti“-Dialekt widerfindet. Zwei Welten prallen aufeinander! Doch nach einigen Anlaufschwierigkeiten merkt Philippe, dass er seine Vorurteile gegenüber den Nordfranzosen revidieren muss.

MY BIG FAT GREEK WEDDING - Hochzeit auf Griechisch (2002)
Das Spiel mit Klischees und saftigen Provokationen beherrscht auch diese US-amerikanische Multikulti-Komödie perfekt. Mauerblümchen Toula (Nia Vardalos) arbeitet mit ihren dreißig Jahren noch immer im Restaurant ihrer griechischen Eltern und auch der Mann fürs Leben lässt auf sich warten. Bis Toula auf den Highschool-Lehrer Ian (John Corbett) trifft und sich Hals über Kopf verliebt. Der einzige Haken an der Sache: Ian ist kein Grieche! Und als die beiden heiraten wollen, bleibt Toula nichts anderes übrig, als Ian ihrer griechischen Sippschaft vorzustellen. Ein wahrer Zusammenprall der Kulturen beginnt: Denn bis sich die skeptische Großfamilie mit dem neuen Familienmitglied anfreunden kann, sind noch einige ideologische Hürden zu nehmen.

MARIA, IHM SCHMECKT’S NICHT (2008)
Mit viel Witz und Charme setzt die Bestseller-Verfilmung beinahe die deutsch-italienische Freundschaft aufs Spiel. Denn standesamtlich und ohne viel Tamtam möchte Jan (Christian Ulmen) die Deutsch-Italienerin Sara (Mina Tander) heiraten. Doch da hat er die Rechnung nicht mit seinem Schweigervater in spe gemacht. Der Vollblut-Italiener Antonio (Lino Banfi) verlangt eine Hochzeit in Süditalien, basta! Wohl oder übel reist Jan samt Familie in Saras Heimatdorf Campobello, um die große Feier mit der italienischen Sippschaft vorzubereiten. Angesichts der fremden Küche, der Jan rein gar nichts abgewinnen kann, ist auch Saras italienische Verwandtschaft alles andere als einfach. Und so reißt Jan kurz vor der Hochzeit der Geduldsfaden.

JALLA! JALLA! (2002)
In der schwedischen Culture-Clash-Komödie dreht sich alles um die zwei Freunde Mans (Torkel Petersson) und Roro (Fares Fares). Die lybischen Einwanderer, die sich selbst für unwiderstehlich coole Typen halten, sind mit ihrem Leben als Parkpfleger durchaus zufrieden. Bis Roro eines Tages eine Hiobsbotschaft erhält: Er soll seine Cousine Yasmin heiraten, damit diese nicht in den Libanon zurückgeschickt wird. Um die traditionsbewussten Eltern zu besänftigen, beschließen Roro und Yasmin ihr Einverständnis vorzutäuschen. Das vermeintliche Pärchen hat jedoch nicht mit Yasmins eifrigem Bruder Paul und voreiligen Hochzeitsterminen gerechnet. Und noch dazu sind da noch Roros schwedische Freundin Lisa und Mans Potenzprobleme, die Roros Dilemma perfekt machen.

8 NAMEN FÜR DIE LIEBE (2014)
Mit über 10 Millionen Besuchern, ist die romantische Culture-Clash-Komödie der erfolgreichste spanische Film aller Zeiten. Rafa (Dani Rovira), Vollblut-Andalusier bis in die gegelten Haarspitzen, hat bisher noch jede herumgekriegt. Als die Baskin Amaia (Clara Lago), die ihren geplatzten Junggesellinnenabschied in einer Flamenco-Bar in Sevilla feiert, sich seinen Verführungskünsten widersetzt, ist Rafas Jagdinstinkt geweckt. Wild entschlossen, sie zu erobern, reist er ihr ins Baskenland hinterher. Doch die Angebetete erweist sich als harter Brocken. Erst als Amaias Vater auftaucht, kommt Rafa wieder ins Spiel, und zwar als angeblicher Verlobter. Natürlich ein Baske. Während Rafa mit den Tücken seiner ihm aufgedrängten neuen Identität vollauf beschäftigt ist, rückt der Hochzeitstermin immer näher. Und so ernst hatte der andalusische Don Juan das Ganze eigentlich nicht gemeint.

Quelle: VOLL:KONTAKT - Büro für Onlinekommunikation

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