Sonntag, 12. Juli 2015

Disney in Concert 2015 in der Waldbühne Berlin


Der Einlass zum unglaublichen Disney Erlebnis begann bereits um 17 Uhr am 11. Juli 2015. Schon um 16 Uhr standen die wartenden Massen vor den Toren der Waldbühne. Als der Einlass dann pünktlich um 17 Uhr begann, füllten sich die Reihen recht schnell.

Als Disney in Concert 2015 dann um 19 Uhr mit dem Einmarsch des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin begann, waren von den 22.000 verfügbaren Plätzen 16.000 belegt.

Mit Disney Klassiker Ouvertüren wurde das Konzert eröffnet. Nicht nur bei den Kindern sorgte währenddessen der Auftritt von Mickey Mouse für Freude. Der erste Applaus galt dem Dirigent Kevin John Edusei und natürlich dem Orchester. Der wahrlich beeindruckende Dirigent mit langjähriger Erfahrung und einem brillianten Orchester an seiner Seite begleitete nicht nur den gesamten Abend die Gesangstalente, sondern lieferte auch im rein melodischen Bereich eine sensationelle Leistung ab.

Das besondere, abgesehen von den herzerwärmenden Musikstücken, war auch die fantastische Auswahl der emotionalen Szenenzusammenschnitte aus Disney´s Klassikern. Zu den berühmtesten Filmen aus den Hause Walt Disney gab es einen perfekten Mix mit kurzen, gut gewählten, Ausschnitten auf der riesigen Leinwand zu erleben.

Nach einer passenenden Einleitung von Steven Gätjen, machte das Orchester einen wunderschönen Anfang mit Arielle die Meerjungfrau. Die Medley-Komposition wurde durch den Gesang der Sänger perfekt. Die Geschichte des Films wurde in sechs Songsausschnitten erzählt. Vom Im Herzen der tiefblauen See, bis zum Happy End / In deiner Welt wurden die Musiker von passenden kraftvollen Bildern im Hintergrund begleitet.

Pocahontas wurde mit lediglich einem aussagekräftigen Lied repräsentiert. Das Farbenspiel des Winds war akustisch durch die Sängerin, optisch durch die Filmsequenzen und emotional durch die kühler werdende Waldbühne zu spüren. Viele Zuschauer haben hier ihr Highlight des Abends erlebt.

Düsterer wurde es mit dem nächsten Abschnitt. Erst wurde eine schwungvolle Erkundungstour durch Belle´s Stadt, dann eine weitere im dunklen, verzauberten Schloss des Biest´s gezeigt. Bei der Einladung im Zauberschloss Gast zu sein, sangen nicht nur die kleinen Gäste mit! Auch bei dieser Liebesgeschichte wurde das ersehnte Happy End mit einem eigenen Lied gewürdigt. Die Schöne und das Biest war bei dem Konzert würdig vertreten.

Bei Das Dschungelbuch wurde das Gute Laune Lied I want to be like you vom Orchester ganz ausgespielt. Gesanglich tönten nicht nur die Sänger durch das Openair Gebiet. Viele junge und auch ältere Gäste durften hier ihre Talente ganz ausleben. Ob es die Ton- oder die Textsicherheit war, machte keinen Unterschied. Jeder wurde von dem lebensbejahenden Lied mitgezogen.

Der lustige Jo-Jo-spielende Flamingo (Fantasia 2000), der seine Kollegen ärgert, hatte einige der größten Lache auf seiner Seite. Die musikalische Untermalung der amüsanten Scherze des Flamingos fesselten alle. Das Orchester gab einen schwungvollen Takt vor und der Karneval der Tiere war in Berlin zum Leben erwacht.

Vor der Pause besann man sich nochmals auf die frühen Disney-Jahre. Mary Poppins wurde mit einem Medley bestehend aus vier Liedern geehrt. Den Anfang machte Chim Chim Cher-ee. Weiter ging es mit einem fröhlichen Feiertag. Es kam zur allseits bekannten Herausforderung, das Wort auszusprechen, das das nächste Lied betitelt; Supercalifragilisticexpialigetisch. Abgeschlossen mit Schritt und Tritt ging jeder wohlgelaunt in die Pause.

Der zweiten Auftritt von Mickey Mouse war dann nicht real auf der Bühne, dafür größer als lebensecht auf Leinwand. Als Zauberlehrling (Fantasia 2000) zeigte er was mit falsch angewandter Magie alles so passiert. Dass einige Kinder erschrocken reagierten und meinten wann das Wasser aufhört zu fließen, zeigte einmal mehr wie gigantisch das Orchester das Publikum in seinen Bann zog.

Weg von den Disney-Klassikern, gehörte der nächste Song zu der erst 2010 erschienenen Animations-Komödie Rapunzel - Neu verföhnt. Endlich sehe ich das Licht war definitiv ein Lied für die jüngeren Disneyfans. Die Textsicherheit war deutlich zu hören.

Eine super Überraschung lieferte das nächste Motto. Das schöne, kurze Medley zu Aladdin war ein super Auftakt für den großen Auftritt der zukünftigen Aladdin-Musicaldarsteller Richard-Salvador Wolff und Myrthes Monteiro, welches erst im Dezember 2015 in Hamburg Europapremiere feiert. Ihre große Premiere für einen Musicalausschnitt hatten sie passenderweise bei Disney in Concert. Sie sangen In meiner Welt und brachten sie so zauberhaft in unsere.

Wenn man an Disney Filme denkt, hat man immer zuerst die animierten, gezeichneten Figuren im Kopf. Jedoch gibt es nicht nur die süßen kleinen Tiere, die netten hübschen Figuren, sondern auch die ironischen, geschminkten Piraten und die Gouverneurstochter die ihrem Lieblingsschmied hinterherjagt. Bei der Interpretation von Fluch der Karibik waren die Berliner Symphoniker ohne gesangliche Begleitung. Die volle, voluminöse Variation des Hauptthemas war das orchestralische Highlight des Abends. Das erste mal gab es sogar Standing Ovations.

Ein letzter Zusammenschnitt verschiedener Lieder kam vom König der Kinderfilme. König der Löwen hat einst für viel Furore gesorgt, weil der Tod des Vaters thematisiert wird. Heute gehört er ohne Zweifel zu den bedeutendsten Kinderfilmen. Mit sieben Liedern wurde die Orchesterlied-Suite gebildet. Über Dieses Land, Nants Ingonyama, Der ewige Kreis, Ich will jetzt gleich König sein, Can You Feel The Love Tonight, Das geweihte Land bis zum Finale waren alle Lieder wieder zum mitsingen geeignet.

Speziell zum Mitsingen waren dann allerdings die folgenden zwei Lieder gedacht. Diese Welt ist klein, so klein und Lass jetzt los (Let It Go) wurden von Steven Gätjen anmoderiert. Er fordert das ganze Publikum auf sich treiben zu lassen und mitzusingen, oder auch zu summen. Als Krönung durften alle Prinzessinnen aus dem Publikum zu dem erfolgreichen Die Eiskönigin - völlig unverfroren (OT: Frozen) vor die Bühne kommen. Während über die Leinwand Bilder von Anna und Elsa flimmerten, tanzen alle zum Abschluss zu dem wundervollen Stück.

Während man sich bei allen Sängerinnen und Sängern bedankte wurde begeistert geklatscht und gejubelt.

Sängerinnen: Annett Louisan, Myrthes Monteiro, Lucy Scherer, Deborah de Ridder
Sänger: Michael Patrick Kelly, Chima, Richard-Salvador Wolff, Lars Redlich, Veit Schäfermeier
Moderator: Steven Gätjen
Den größten Applaus bekam jedoch das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit ihrem einzigartigen Dirigent Kevin John Edusei.

Danke für einen atemberaubenden Abend!

Bilder: © Walt Disney

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