Donnerstag, 7. Juni 2018

Mindfuck: Die 7 besten Psychofilme aller Zeiten

© Splendid Film | Annie (Toni Collette) verzweifelt in Hereditary - Das Vermächtnis
Hereditary - Das Vermächtnis
Wenn es einem Horror-Thriller heutzutage noch gelingt den Konventionen zu trotzen, innerhalb des Grusel-Genres in künstlerisch wie storytechnisch neue Sphären vorzustoßen und das Publikum gleichermaßen zu verstören wie zu verblüffen, dann kann getrost von einem großen Wurf geredet werden. „Hereditary – Das Vermächtnis“ ist den bisherigen Zuschauer- wie Kritikermeinungen zufolge dieser besagte „große Wurf“. Dies ist dem eindringlichen Spiel der Hollywoodstars Toni Collette und Gabriel Byrne sowie der Nachwuchsdarsteller Alex Wolff und Milly Shapiro zu verdanken. Sie bauen eine durch und durch unheimlich-bedrohliche Atmosphäre auf, während die Geschichte sich entwickelt – und zwar überhaupt nicht so, wie man es gewohnt ist und es vermuten würde. Im Grande Finale erfährt das Ganze dann eine unglaubliche Auflösung, die sich nachhaltig ins Gedächtnis einbrennt. Ab dem 14. Juni 2018 sorgt „Hereditary - Das Vermächtnis“ in den deutschen Kinos für Gänsehaut und Grübelei.

Donnie Darko
Wie definiert man, worum es bei „Donnie Darko“ geht? Es ist in vielerlei Hinsicht ein verrückter Film, der ausgetretene Pfade tunlichst meidet. Die Handlung dreht sich um einen Teenager (Jake Gyllenhaal), der oft einen Mann mit einer Hasenmaske in seinen Träumen sieht. Dieser überzeugt ihn davon, dass die Welt, in der Donnie lebt, bald zu Ende geht. Obwohl er sich nicht sicher ist, was er tut, begibt sich Donnie auf die Suche nach einer Möglichkeit, die Welt zur retten… Diese halbwegs verständliche Beschreibung der Story täuscht jedoch darüber hinweg, dass „Donnie Darko“ ein psychologisch tiefgehender, die eigene Sicht verändernder Film ist, der alles, nur nicht „normal“ ist.

Fight Club
Ein depressiver, an Schlaflosigkeit leidender Mann (Edward Norton) trifft auf einen seltsamen Seifenverkäufer namens Tyler Durden (Brad Pitt) und gerät in eine noch größere Schieflage, nachdem seine perfekte Wohnung zerstört wird. Die beiden, die ihr langweiliges Leben satthaben, bilden einen Untergrund-Kampfclub… was reichlich abstrus klingt, ist auch tatsächlich ziemlich verrückt – im wahrsten Sinne. Doch David Finchers „Fight Club“ ist keine durchgeknallte Gewaltorgie, sondern ein psychologisches Meisterwerk, das einen wahrlich umhaut.

Videodrome
David Cronenbergs Science-Fiction-Body-Horror-Kultfilm ist eine Aneinanderreihung bizarrer, verstörender Szenen. Exemplarisch sei die halluzinatorische Sequenz von Max Renn (James Woods) genannt, in der er eine Videokassette in seinen Bauch einlegt. Der kanadische Filmemacher ist für seine ungewöhnlichen, surreal-drastischen Werke bekannt, wobei „Videodrome“ sicherlich als einer seiner bedeutendsten wie auch befremdlichsten Filme bewertet werden muss.

Enter the Void
An den Filmen von Gaspar Noé gibt es nichts Konventionelles, aber sein dritter Spielfilm „Enter the Void“ ist mit Sicherheit der bizarrste und verrückteste. Er könnte eigentlich auch "Mindfuck: Der Film" heißen. Glauben Sie nicht? Dann mal ein kurzer Abriss der Story: Oscar (Nathaniel Brown), ein Drogenhändler in Tokio, wird bei einem missratenem Deal von der Polizei erschossen. Nach diesem Vorfall beginnt er, die vergangenen Ereignisse aus seinem kürzlich beendeten Leben mitzuerleben. Dann trennt sich seine Seele vom Körper und beginnt über den beleuchteten und neonfarbenen Straßen Tokios zu schweben, auf der Suche nach seiner Schwester Linda (Paz de la Huerta), der Oscar zu Lebzeiten sehr verbunden war, und seinem besten Freund Alex (Cyril Roy) … ziemlich crazy, oder?

Enemy
Denis Villeneuve wurde nach seinem Mainstream-Durchbruch mit dem spannenden und herzergreifenden "Prisoners" (2013) zu einem wichtigen Namen in Hollywood. Sein Film "Enemy", eine lose Verfilmung des Romans "Der Doppelgänger" von José Saramago, ist ein weiterer Beweis für das immense Talent des kanadischen Regisseurs. Der packende Thriller folgt Adam Bell (Jake Gyllenhaal), der in einem Film zufällig seinen Doppelgänger entdeckt und sich auf die Suche nach ihm macht - und dabei mit zahlreichen existentiellen und psychoanalytischen Themen konfrontiert wird.

Mulholland Drive
Es gibt wahrscheinlich genug Werke in David Lynchs Œuvre, um eine eigene Mindfuck-Liste zu füllen, aber „Mulholland Drive“ gehört zu den Filmen Lynchs, der bei Cineasten für besonders angeregt-faszinierende Diskussionen gesorgt hat. Die verwirrende Geschichte hat zudem alle für Lynch typischen Markenzeichen wie den Neo-Noir-Stil, den Sinn für Mysteriöses, die mit eindringlicher Musik von Angelo Badalamenti erhabene Atmosphäre und die Sequenzen aus wunderbaren Träumen und verstörenden Alpträumen. Es ist ein pures Vergnügen, alle Rätsel der ausgearbeiteten Handlung des Films zu lösen und die Stadt Los Angeles mit den Augen eines wahren Visionärs zu betrachten, der David Lynch ganz sicher ist.

Quelle: S&L Medianetworx GmbH

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