Mittwoch, 24. April 2019

Avengers: Endgame Review - würdiger Abschluss einer Superhelden Ära


Auch wenn Kevin Feige erst kürzlich bekannt gab, dass Avengers: Endgame nicht das Ende der dritten Phase im Marvel Cinematic Universe darstellt, sondern der Abschluss erst mit Spider-Man: Far From Home erfolgt, so werden viele Fans die meisten ihrer Helden, zumindest vereint, ein letztes mal auf der großen Leinwand zu Gesicht bekommen. Nach 11 Jahren und (inklusive Endgame) 22 Filmen neigt sich die bislang größte Superhelden Ära mit dem MCU dem Ende entgegen. Zugegebenermaßen war ich vor dem Kinobesuch auch nervöser als dies für gewöhnlich der Fall ist. Denn unabhängig davon wie es den Russo Brüdern wohl gelingen würde einen Abschluss zu finden, war schon im Vorfeld sicher das ein solches Epos mit Wahnsinnscast und vielen liebgewonnenen Charakteren so schnell nicht wieder im Kino zu finden sein wird.

© 2019 MARVEL
Viele Filmemacher wären dankbar auch nur einer Bruchteil des Endgame Casts in ihren Werken inszenieren zu dürfen. Selbst in den Nebenrollen findet sich kaum mehr ein Name der nicht bereits zu der Elite Hollywoods zählt. Doch hier geht Avengers: Endgame endlich den nötigen Schritt weiter und gibt vielen Charakteren, für eine Superheldenverfilmung ungewöhnlich viel Möglichkeit wahre Schauspielkunst darzubieten und starke Emotionen abzuliefern. Passenderweise entfaltet im direkten Anschluss an die Geschehnissen aus Avengers: Infinity War, gerade die Eröffnungssequenz einen ungewöhnlichen, schon fast traurigen Tiefgang, welcher bislang im MCU nur selten auch nur im Ansatz so zu finden war. Generell hat man sich für den Auftakt etwas spezielles einfallen lassen und hebt sich bereits hier von allen anderen MCU Filmen etwas ab.

© 2019 MARVEL
Bedingt durch die gut bemessene Laufzeit von 181 Minuten schafft es Avengers: Endgame wie auch schon sein direkter Vorgänger auf beeindruckende Weise alles unter einen Hut zu bekommen. So hat man nie das Gefühl das sich die Macher in gewissen Szenen abhetzen mussten, oder gar aus Budgetgründen auf gewisse Ereignisse lieber verzichtet werden musste.
Einigen Superhelden-Fans, den Origin Storys aufgrund der meist weniger stattfindenden Actionszenen zu schwerfällig bzw. träge sind, wird Avengers: Endgame im zweiten und dritten Viertel womöglich etwas zu wenig brachiale Action-Spektakel bieten. Gerade da Avengers: Infinity War für mein empfinden den ausgewogeneren Mix aus Story und Action geboten hat. Insgesamt lassen sich weniger Highlights finden die das geneigte Kamp Choreo Herz höher schlagen lassen. Dennoch gibt es genügend spektakulär inszenierte Fights und gigantische Zerstörungsorgien die sich allesamt von der visuellen Umsetzung her mehr als sehen lassen können.

Wie Eingangs erwähnt bekommen einige Charaktere mehr Entfaltungsspielraum und können zeigen das sie nicht nur Superhelden sind, sonder hinter der Maske doch nur "Menschen" stecken. Um in keiner Weise auch nur den kleinsten Spoiler zu liefern, halte ich es an dieser Stelle sehr Wage und gehe nicht auf die einzelnen Leistungen der Darsteller ein. Nur so viel sei gesagt, allesamt legen die Messlatte sehr hoch und liefern somit den emotionalsten aller Superheldenfilme ab.

Der Score ist äußerst passend gewählt und bietet eine extrem große Bandbreite für das vorliegende Wechselbad der Gefühle und die gezeigten Geschehnisse. Die Kameraarbeit ist natürlich on Point und vereint von allen bisher speziell für Marvel Filme genutzten Einstellungen nur das beste.

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Fazit
Mit Avengers: Endgame findet das bisher größte Franchise das je in den Kinosälen zu finden war einen würdigen Abschluss. Kein Ereignis kommt zu kurz und dennoch wird der Film die Lager spalten. Es wird viele Stimmen geben die Kritik üben werden und gerade den Fanservice im letzen Akt als unangebracht verurteilen. Ich für meinen Teil kann mit dem Endprodukt sehr gut Leben und habe nur wenig auszusetzen.

Avengers: Endgame Bewertung: 8/10 Punkten

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