Freitag, 20. November 2020

Die Ergebnisse der großen James Bond Journalisten-Umfrage


Hoch die Martini-Gläser! Nach Auszählung aller Stimmen hat sich ein klares Bild ergeben, das auch durch Briefwahl nicht mehr verrückt werden kann: Daniel Craig erkennt seine Wahlniederlage offiziell an und beglückwünscht Sean Connery zum Titel des besten James Bond „007“ aller Zeiten. Anzeichen von Wahlbetrug konnten keine festgestellt werden.

Mehr als 100 Filmexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben an der großen James Bond Journalisten-Umfrage teilgenommen und damit ein für alle Mal die wichtigsten Fragen zum Doppelnullagenten Ihres Vertrauens geklärt.

Hier sind die Ergebnisse im Einzelnen:

Mit einer absoluten Mehrheit von 60,4 % hat sich Sean Connery im Rennen um die Auszeichnung zum Besten James-Bond-Darsteller durchgesetzt. Er verwies seine Konkurrenten Daniel Craig (19,8 %) und Roger Moore (10,9 %) auf die nächsten Plätze.

Bei der Wahl zum Besten Bond-Girl ließ Eva Green als Vesper Lynd mit einem famosen Schlussspurt keinen Zweifel mehr aufkommen und wurde mit 26,7 % der Stimmen zur Siegerin gekrönt. Auf den Plätzen 2 bis 4 konnten sich indes gleich drei Bond-Girls aus den 1960er-Jahren platzieren: Für die vergoldete Pussy Galore (16,8 %), dargestellt von Honor Blackman, hat es diesmal nur zu Silber gereicht. Mit Bronze schmücken darf sich Diana Rigg in ihrer Rolle als James Bonds kurzzeitige Ehefrau Teresa „Tracy“ di Vicenzo (13,9 %). Das erste Bond-Girl überhaupt, die von Ursula Andress gespielte Honey Ryder in „Dr. No“, verpasste das Podest mit Rang 4 nur knapp. Die zumeist für ihr Sexappeal in der Rolle der Jinx gerühmte Fan-Favoritin Halle Berry landete mit weitem Abstand zur Spitze lediglich auf dem fünften Platz.

Im Wettstreit um den Besten James-Bond-Film triumphierte mit „Goldfinger“ ein echter Klassiker von 1964 und das insgesamt erst dritte Bond-Abenteuer überhaupt (32,7 %). Doch auch Daniel Craigs Filme erfreuten sich großer Beliebtheit: „Skyfall“ und „Casino Royale“ sicherten sich mit 16,8 % bzw. 12,9 % der Stimmen die Plätze 2 und 3. „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ mit George Lazenby als Geheimagent überraschte auf Rang 4, klassische Fan-Favoriten wie „Der Spion, der mich liebte“ und „Golden Eye“ erhielten nur wenige Stimmen.

Auch bei der Auswahl zum Besten James-Bond-Bösewicht gab es einen klaren Favoriten für die Filmjournalistinnen und Filmjournalisten: Der vom Deutschen Gert Fröbe gespielte Auric Goldfinger wurde von mehr als jedem dritten Umfrageteilnehmer gewählt (35,6 %). Damit sicherte er sich einen komfortablen Vorsprung vor dem Dauerschurken Ernst Stavro Blofeld (17,8 %) und Mads Mikkelsen als Daniel Craigs erster Widersacher namens Le Chiffre (15,9 %). Andrea Dittgen (Rheinpfalz und langjährige Geschäftsführerin des Verbands der deutschen Filmkritik) monierte: „Wieso nur Männer? Grace Jones war der beste weibliche Bösewicht, künstlich, aber perfekt.“ Auch langjährige Fan-Favoriten wie der Beißer, Karl Stromberg und der erste Bond-Bösewicht Dr. No verfehlten die vorderen Ränge deutlich.

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